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Richtige Matratze bei Bandscheibenvorfall

matratze-bandscheibenvorfallRückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle sind schmerzhaft und recht langwierig. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, hilft auch der Kauf einer sogenannten Bandscheiben-Matratze nicht weiter. Wer bereits von vornherein eine gute Matratze kauft, beugt solchen Beschwerden hervorragend vor.

Eine gute Matratze soll während der Schlafphase die normale Form der Wirbelsäule unterstützen und die Unterfederung sanft auf den menschlichen Körper übertragen. Zu weiche und zu harte Matratzen sind daher sehr ungeeignet – gerade bei einem Bandscheibenvorfall. Doch welche Matratze ist die richtige und helfen Bandscheibenmatratzen wirklich bei einem Bandscheibenvorfall?

Worauf beim Kauf einer Matratze bei einem Bandscheibenvorfall achten?

Der alleinige Kauf einer Matratze hilft nicht bei einem Bandscheibenvorfall. Vielmehr spielt die Kombination von Federholzrahmen, Kissen und Matratze eine wichtige Rolle bei Problemen mit den Bandscheiben. Eine Matratze ist daher nur ein Punkt, auf den bei Bandscheibenvorfällen geachtet werden sollte.

Grundsätzlich gilt: Menschen mit Bandscheibenproblemen sollten auf einer festeren, aber nicht zu harten Matratze liegen. Nur so kann die Wirbelsäule entlastet werden. Eine zu harte Matratze führt zu einem Knick in der Wirbelsäule, da der Körper nicht richtig einsinken kann. Darüber hinaus kann es zu Rückenschmerzen, Kopfschmerzen bis hin zu Durchblutungsstörungen kommen.

Bei einer zu weichen Matratzen hängt die Wirbelsäule durch und führt ebenfalls zu einer ungesunden, geknickten Haltung. Auch hier kann es zu Rückenschmerzen und Durchblutungsstörungen kommen.

Eine wichtige Bedeutung kommt der Stützfunktion der Matratze im Bereich des Lendenwirbels zu. Die Wirbelkörper dehnen sich auf diese Weise leichter und können sich regenerieren – ein wichtiger Fakt bei Bandscheibenproblemen. Ideal bei Problemen mit den Bandscheiben ist daher eine mittelfeste Matratze mit einem variablen Härtegrad.

Darauf sollten Sie achten:

  • mittelfeste Matratze mit variablem Härtegrad
  • weiche, punktelastische Oberfläche
  • Matratze mit mehreren Komfortzonen (drei bis fünf Komfortzonen)
  • Matratze mit Stützfunktion im Lendenwirbelbereich
  • perfekte Kombination von Kissen, Matratze und Federholzrahmen

Welche Matratzentypen sind bei einem Bandscheibenvorfall geeignet

Orthopäden empfehlen bei Problemen mit den Bandscheiben den Kauf von Kaltschaum-Matratzen oder viskoelastischen Matratzen. Beide Matratzentypen passen sich dem Körper – unabhängig von der Schlafposition – an und bieten eine hohe Punktelastizität.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaum ist ein Material, das Latex nachempfunden wird. Je nach Raumgewicht kann die Qualität des Liegeverhaltens erheblich variieren. Je höher das Raumgewicht ist, umso höher ist auch die Qualität des Liegeverhaltens.

Aufgrund der hohen Rücksprungelastitzität, Anpassungsfähigkeit und Punktelastizität eignen sich Kaltschaummatratzen – in Abhängigkeit vom jeweiligen Härtegrad – für alle Schlaftypen. Sie unterstützen ein häufiges Wechseln der Schlafposition, ohne Rückenprobleme zu verursachen.

Bei Bandscheibenvorfällen bzw. bei Problemen mit den Bandscheiben sollte auf eine Kaltschaummatratze mit dem Härtegrad 2 zurückgegriffen werden. Bei diesem Härtegrad bietet die Kaltschaum-Matratze die ideale Härte für eine korrekte Schlafposition. Die Wirbelsäule wird so gestützt, dass sich die Bandscheiben im Schlaf leichter dehnen und regenerieren können.

Viskoelastische Matratzen

Viskoelastische Matratzen bestehen ganz oder zum Teil aus einem Polymer mit einem sogenannten Erinnerungsvermögen. Daher wird das Material oft auch Memory Foam genannt. Matratzen aus Memory Foam besitzen eine sehr hohe Punktelastizität und Anpassungsfähigkeit. Da das Material auf Wärme reagiert, gibt die Matratze dort nach, wo der Körper des Schläfers aufliegt. Damit passt sich die viskoelastische Matratze perfekt der Körperform an.

Obwohl die Rücksprungelastizität der Visco-Matratze etwas geringer ist, als bei einer Kaltschaummatratze, bietet auch sie einen optimalen Halt für die Wirbelsäule und damit eine gute Entlastung der Bandscheiben.  Die Bandscheiben können sich im Schlaf dehnen und von der täglichen Belastung erholen.

Was ist beim Matratzen Härtegrad zu beachten?

Eine reguläre Empfehlung für den idealen Härtegrad von Matratzen gibt es nicht. Der Härtegrad kann je nach Schlaftyp und persönlichen Geschmack variieren. Trotzdem sollten Menschen mit sensiblen Bandscheiben beim Härtegrad der Matratzen vorsichtig sein, da das Liegeverhalten je nach Härtegrad erheblich variieren kann.

Matratzen mit dem Härtegrad 1 sind sehr weiche Matratzen, die sich nur für Menschen mit einem geringen Körpergewicht eignen. Menschen mit einem höheren Körpergewicht sollten auf Matratzen mit diesem Härtegrad verzichten. Durch ihr Körpergewicht sinken sie tief in die Matratze ein und knicken die Wirbelsäule ab. Es kommt zu Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen.

Matratzen mit dem Härtegrad 3 gelten als harte Matratzen. Sie wurden früher vorwiegend Menschen mit Rückenproblemen empfohlen. Moderne Studien ergaben jedoch eine ungesunde Knickhaltung der Wirbelsäule durch die starre Position des Rückens.

Als ideal für alle Schlaftypen gelten Matratzen mit dem Härtegrad 2. Dieser Härtegrad bietet einen gesunden und hohen Schlafkomfort.

Was ist beim Lattenrost Kauf zu beachten?

Lattenrost und Matratze bilden die sogenannte Schlafunterlage, die den Körper im Schlaf unterstützt. D. h. Matratze und Lattenrost müssen miteinander harmonieren.

Um einen optimalen Schlafkomfort zu garantieren, muss der Lattenrost dem jeweiligen Matratzentyp angepasst sein.

Taschenfederkern- und Federkern-Matratzen können mit einem einfachen Lattenrost kombiniert werden, d. h. ein Rahmen mit Holzlatten. Dabei sollte der Abstand zwischen den einzelnen Latten nicht zu groß sein. Besondere Vorsicht ist hierbei bei Taschenfederkernmatratzen geboten.

Bei Matratzen ohne Federn (Kaltschaumatratzen, viskoelastische Matratzen und Latex-Matratzen) sollte der Lattenrost in der Härte regulierbar sein und darüber hinaus genügend Federung bieten. Diese Federung wird über eine hohe Anzahl von Latten geboten.

Lattenrost für Taschenfederkern- und Federkernmatratzen:

  • ohne Federung
  • Material aus Holz oder Kunststoff
  • Latten mit normalen Abstand
  • Verstellbarkeit auf Wunsch

Lattenrost für Matratzen ohne Federung:

  • in der Härte regulierbar
  • Federung durch eine hohe Anzahl von Latten
  • aus Holz oder Kunststoff
  • Verstellbarkeit auf Wunsch

Welche Funktionen muss eine gute Matratze erfüllen?

Die Frage nach den Funktionen einer guten Matratze lässt sich nicht so einfach beantworten. Jeder Mensch fühlt sich auf einer anderen Matratze wohl.

Grundsätzlich sollte eine gute Matratze genügend Stabilität für die Wirbelsäule bieten. Eine mittelfeste Matratze (Härtegrad 2) bringt dafür die besten Voraussetzungen mit.

Wer leicht im Schlaf schwitzt, sollte auf eine Matratze zurückgreifen, die Wärme und Feuchtigkeit gut ableitet und gut durchlüftet ist. Ideal sind hier Federkernmatratzen.

Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie sich nicht so gut an den Körper anpassen wie viskoelastische Matratzen oder Kaltschaummatratzen.

Wer auf Liegezonen nicht verzichten möchte, muss beim Kauf auf die unterschiedlichen Härtegrade achten. Experten empfehlen Matratzen mit höchstens drei Liegezonen. Matratzen mit einer höheren Anzahl von Liegezonen setzen eine absolute Unbeweglichkeit während des Schlafen voraus. Zusätzlich müssen Gewicht und Körpergröße genau auf die unterschiedlichen Härtebereiche abgestimmt sein.

Menschen mit einem höheren Körpergewicht sollten eine etwas dickere Matratze wählen. Ideal sind 16 cm und mehr.


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