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Richtige Matratze für Seitenschläfer

Rund 60 Prozent aller Menschen schlafen bevorzugt auf der Seite und somit ist diese Position am beliebtesten. Der Seitenschläfer liegt entweder mit ausgestreckten Beinen oder in der Embryohaltung. Der Körper liegt komfortabel auf der Seite, während die Arme ihn zusätzlich stabilisieren. Ob der Seitenschläfer rechts herum oder links herum liegt, spielt keine Rolle. Das gesamte Körpergewicht des Seitenschläfers ruht auf folgenden Punkten: auf der Schulter, der Hüfte und den Füßen. Aufgrund der Seitenlage entstehen einige Vorteile. So verbessert sie unter anderem die Atmung und entlastet beim Schlafen den Rücken. Seitenschläfer benötigen auf jeden Fall eine passende Matratze, ein spezielles Kissen und einen optimal eingestellten Lattenrost. Werden diese 3 Voraussetzungen nicht erfüllt, dann können Probleme entstehen.

Seitenschläfer müssen darauf achten, dass ihre Wirbelsäule eine möglichst entspannte und auf keinen Fall eine gebogene Haltung einnimmt. Im Idealfall beschreibt die Wirbelsäule eine gerade Linie. Dies lässt sich in der Praxis jedoch kaum erreichen, da die Schultern und die Hüften meistens tiefer in die Matratze einsinken, während der Rückenbereich auf der Matratze ruht. Viele Seitenschläfer neigen dazu, dass sie ihren Körper schmerzhaft verdrehen. Sie winken die Arme an und legen ihren Kopf darauf ab. Oftmals schieben die Seitenschläfer eine Hand unter ihre Hüfte, damit diese die Schlafposition stützt. Diese Probleme lassen sich mit einer passenden Matratze für Seitenschläfer zuverlässig verhindern.

Anforderungen der Matratze für Seitenschläfer

  • Seitenschläfer sollten auf jeden Fall eine Matratze mit Liegezonen verwenden. Die einzelnen Zonen sorgen für einen gesunden und erholsamen Schlaf in der Seitenlage. Die erste Liegezone ist die Kopfzone und diese entspricht in der Regel der Beinzone. Beide Zonen müssen für Seitenschäfer etwas fester sein und dadurch die beiden Körperpartien zuverlässig stützen. Weder der Kopf noch die Beine dürfen zu tief in die Matratze einsinken.
  • Im Bereich der Halswirbelsäule muss die Matratze dafür sorgen, dass Kopf zuverlässig gestützt wird. Dadurch werden ein Überstrecken oder Abknicken der Halswirbelsäule vermieden. Beim Schlafen muss die Halswirbelsäule auf jeden Fall entlastet werden. Zusätzlich verwenden viele Seitenschläfer ein spezielles Kissen.
  • Die Schulterzone der Matratze muss entsprechend nachgeben und weich sein. Dadurch kann die Wirbelsäule beim Schlafen gerade bleiben. Dies ist bei den Seitenschläfern enorm wichtig, denn nur so können die Bandscheiben über Nacht regenerieren. Durch die Nachgiebigkeit im Bereich der Schulter wird ein zu starkes Abknicken des Halses verhindert und dies führt zu einer Entlastung der Halswirbelsäule.
  • Auch die Beckenzone muss beim Liegen nachgeben und die Körperstelle etwas einsinken lassen. In Kombination mit den anderen Liegezonen wird einer Wirbelsäulenverdrehung vorgebeugt und es werden Stauchungen vermieden. Dank einer weichen Schulter- und Beckenzone können Seitenschläfer ergonomisch liegen.

Matratzentypen für Seitenschläfer

Kaltschaummatratzen sind für Seitenschläfer hervorragend geeignet. Das Material passt sich sehr gut an den menschlichen Körper an und besitzt zudem ein gutes Rückstellverhalten. Der offenporige Kaltschaum besitzt eine Atmungsaktivität und eine sehr gute Feuchtigkeitsdurchlässigkeit. Somit eignen sich Kaltschaummatratzen auch für Seitenschläfer, die nachts stark schwitzen. Matratzen aus Kaltschaum verfügen über eine sehr gute Punktelastizität und können in den Härtegraden mittelweich bis mittelfest gekauft werden. Im Handel werden die Kaltschaummatratzen mit mehreren Liegezonen angeboten. Die Körperzonen sind für Seitenschläfer sehr wichtig. Sie sorgen in der Seitenlage dafür, dass der Körper an den nötigen Stellen unterstützt wird und an den anderen Bereichen in die Matratze einsinken kann. Seitenschläfer mit druckempfindlichen oder besonders breiten Schultern wählen am besten eine Kaltschaummatratze mit einer Schulterkomfortzone. Diese besitzt eine druckentlastende Wirkung.

Moderne Latexmatratzen sind für Menschen, die auf der Seite schlafen, ebenfalls sehr gut geeignet. Das Material zeichnet sich durch eine sehr gute Punktelastizität und Anpassungsfähigkeit an den Körper aus. Durch das besondere Herstellungsverfahren entstehen im Latexkern zahlreiche kleine Hohlräume und viele winzige Bläschen. Somit eignen sich Latexmatratzen auch für stark schwitzende Seitenschläfer. Zusätzlich ist das Material sehr langlebig und besitzt antibakterielle Eigenschaften. Nach Möglichkeit sollten Seitenschläfer eine Matratze aus natürlichen Latex (Naturkautschuk). Diese besitzt im Vergleich zu einer Matratze aus synthetischen Latex mehrere Vorteile. Der Härtegrad sollte passen zum Gewicht des Seitenschläfers gewählt werden. Je höher das Körpergewicht, desto höher der Härtegrad. Seitenschläfer sollten auf jeden Fall eine Matratze mit mehreren Liegezonen kaufen. Auf einer 7-Zonen-Naturlatexmatratze liegen die Seitenschläfer in einer anatomisch korrekten Körperhaltung und profitieren gleichzeitig von einer zuverlässigen Entlastung ihrer Wirbelsäule. Im Schulter- und im Beckenbereich besitzt eine Latexmatratze die notwendige Flexibilität. Im Handel gibt es auch spezielle Naturlatex-Matratzen mit einer homogenen Stütze im Bereich des Beckens. Diese sorgen für eine sehr gute Stabilisierung der Bandscheiben.

Klassische Federkernmatratzen sind für Menschen, die hauptsächlich auf der Seite liegen, eher weniger gut geeignet. Auf diesen Matratzen liegen Rückenschläfer und Bauchschläfer um einiges besser. Matratzen mit einem Federkern, die über die ganze Fläche die gleiche Elastizität besitzen und in den gewünschten Bereichen entweder zu hart oder zu weich sind, sind für Seitenschläfer keine gute Wahl. Das Gleiche gilt auch für Modelle, die keine Oberflächenelastizität besitzen. Muss es dennoch ein Federkernmodell sein, dann sollten Seitenschläfer auf jeden Fall eine Matratze mit einem modernen Tonnentaschenfederkern kaufen. Tonnentaschenfederkern eignen sich wesentlich besser für Seitenschläfern, denn der Kern wird von Kalt- oder Komfortschaum ummantelt. Dadurch besitzt die Matratze eine hohe Punktelastizität und passt sich individuell an den Körper an. Auf einer Tonnentaschenfederkernmatratze behält die Wirbelsäule in der Seitenlage eine anatomisch korrekte Lage. Moderne Tonnentaschenfederkernmatratzen mit 7 Liegezonen haben an den entsprechenden Körperpartien eine angemessene Einsinktiefe.

Viscoelastische Matratzen bestehen aus hochwertigem Schaum und sind für Seitenschläfer eine sehr gute Wahl. Sie erzeugen nach dem Einsinken des Körpers keinen Gegendruck und sorgen für eine optimale Druckentlastung. Das Gewicht des Seitenschläfers verteilt sich gleichmäßig über die viscoelastische Matratze. Wirbelkörper und Bandscheiben können sich dadurch regenerieren und erholen. Zusätzlich besitzen viscoelastische Matratzen eine sehr hohe Punktelastizität. Durch die hohe Anschmiegsamkeit des Schaums kommt es zu einem exakten Körperabdruck. Dies ist vor allem für Seitenschläfer von Vorteil, denn bei diesen werden die unangenehmen Druckspitzen an der Hüfte und an der Schulter zuverlässig vermieden. Das Material besitzt antiallergische Eigenschaften und eignet sich auch für Seitenschläfer mit einer Hausstauballergie. Besonders komfortabel und ergonomisch zugleich ist eine 7-Zonen-Visco-Matratze. Dank der unterschiedlichen Liegezonen bleibt die Wirbelsäule der Seitenschläfer in einer anatomisch korrekten Position. Für stark schwitzende Seitenschläfer ist das Material aufgrund seiner Eigenschaften nicht optimal. Das Gleiche gilt auch für Menschen mit einem Körpergewicht von über 100 Kilogramm.

Härtegrad für Seitenschläfer

Der Härtegrad einer Matratze wird in der Regel unter Berücksichtigung des Körpergewichts gewählt. Seitenschläfer sollten zur Sicherheit lieber eine etwas weichere Matratze kaufen. Haben sie aufgrund ihres Gewichts die Wahl zwischen 2 unterschiedlichen Härtegraden, dann nehmen sie auf jeden Fall den niedrigeren. Ist die Matratze zu hart, dann sinken die wichtigen Körperstellen nicht ausreichend tief in die Matratze ein und dies führt zu einem Knick in der Wirbelsäule. Einen zu weichen Härtegrad dürfen Seitenschläfer aber auch nicht wählen. Auf einer solchen Matratze hängt der Rücken durch.

Lattenrost + Einstellung

Neben einer passenden Matratze, die zu den Eigenschaften des Seitenschläfers passt, wird natürlich auch ein Lattenrost benötigt. Besonders gut geeignet für Seitenschläfer sind Lattenroste, die mit einer integrierten Schulterabsenkung versehen sind. Diese ermöglichen ein zuverlässiges Absinken der Schulter. Ein geeigneter Lattenrost für Seitenschläfer sollte sich zusätzlich noch im Bereich der Mittelzone verstellen lassen. Bei vielen hochwertigen Modellen können Seitenschläfer individuell die Härte der Leisten anpassen. Randlose Lattenroste mit einer sehr hohen Federwirkung und einer speziellen Becken-Komfortzone sind ideal für Seitenschläfer. Die Mittelzone ist mit arretierbaren Schiebern verstärkt und lässt sich hervorragend an die individuellen körperlichen Gegebenheiten anpassen. Moderne Teller-Lattenroste sind sehr druckentlastend und optimal für jeden Seitenschläfer. Im Bereich von Becken und Schulter besitzen diese Lattenroste hochflexible Spezialteller. In der Regel lässt sich der Härtegrad im Bereich der Beckenkomfortzone individuell einstellen. Einfache Rollroste sind für Seitenschläfer nicht geeignet.

Den verstellbaren Lattenrost müssen die Seitenschläfer auf jeden Fall individuell anpassen. Menschen, die auf der Seite schlafen, benötigen eine sehr weiche Schulterzone. Die oberen Leisten des Lattenrosts, die diese Zone darstellen, müssen deshalb variiert werden. Die Schieber werden zusammengeschoben und dadurch wird eine weiche Schulterzone erzeugt. Besitzt der Lattenrost keine spezielle Schulterzone, dann verwenden die Seitenschläfer als Basiseinstellung die V-Form. Bei manchen Modellen können die Leisten im Schulterbereich umgedreht werden und dadurch lässt sich eine weichere Schulterpartie erzeugen. Bei einigen Modellen können die Seitenschläfer die Festigkeit im Lordosebereich individuell einstellen. Dies funktioniert über Drehregler, die sich entweder unter oder auf den Tellermodulen befinden.

Kissen für Seitenschläfer

Neben einer passenden Matratze und einem geeigneten Lattenrost benötigen Seitenschläfer zusätzlich noch ein spezielles Kopfkissen. Grundsätzlich sollte das Kissen eher höher sein und das Dreieck zwischen dem Kopf, dem Halten der Schulter optimal ausfüllen. Deshalb können die meisten Seitenschläfer das herkömmliche Kissen in der Nacht instinktiv zurecht. Ein spezielles Kopfkissen für Seitenschläfer ist eine wesentlich ergonomischere Lösung. Nackenstützkissen überzeugen mit ihrer Formstabilität und ihrer ergonomischen Form und sind ideal für Seitenschläfer. Zu hoch darf das Kopfkissen für einen Seitenschläfer aber auch nicht sein, denn dies führt zu einer kontraproduktiven Überdehnung des Nackens. Kopfkissen mit einer herausnehmbaren Füllung können von der Höhe her individuell eingestellt werden und sind sehr gut für Seitenschläfer geeignet. Zusätzlich können Seitenschläfer noch ein spezielles Kniekissen verwenden. Dieses legen sie sich beim Schlafen zwischen ihre Knie. Dadurch werden unangenehme Druckstellen vermieden. Die spezielle Kniekissen entlasten die Hüfte sowie den Ischiasnerv und stabilisieren zusätzlich den Unterkörper des Seitenschläfers.

Die speziellen Seitenschläferkissen wurden speziell für Menschen, die auf der Seite liegen, entwickelt. Sie unterscheiden sich deutlich von den klassischen Kopfkissen und sind um einiges länger. Auf den langen Seitenschläferkissen können der Kopf, der Nacken, die Schultern, die Arme und auch ein Bein abgelegt werden. Im Handel werden Kopfkissen mit vielen unterschiedlichen Füllungen angeboten. Seitenschläfer können zwischen mehreren Materialien wählen. Körner-Kissen mit einer Füllung aus Hirse oder Dinkel sind gut geeignet. Sie sind flexibel und weich und zeichnen sich durch ein elastisch nachgiebiges Liegeempfinden sowie durch eine gute Anpassungsfähigkeit aus. Naturfaser-Kissen mit einer Füllung aus Wollflocken, Kapok oder Schafschurwolle sind für Seitenschläfer ebenfalls gut geeignet. Besonders ergonomisch sind die modernen Nackenstützkissen. Diese bestehen aus einem Formkern und einer Einlegeplatte aus einem punktelastischen Naturlatex. Weitere Füllmaterialien, die in einem Seitenschläferkissen zum Einsatz kommen sind: PES-Softbausch-Faserbällchen, Polyurethan, Viskoseschaumstoff und Polyester.