Skip to main content

Richtige Matratze für Rückenschläfer

Anforderungen der Matratze für Rückenschläfer

  • Jeder Rückenschläfer sollte eine Matratze mit mehreren Liegezonen verwenden. Ein 7-Zonen-Körperstützsystem ist am besten geeignet, denn in der Rückenlage muss der Kopf zuverlässig gestützt werden- Die Kopfzone ist somit eher fest. Weder der Kopf noch die Beine sollten in einer erhöhten Position liegen. Die Wirbelsäule kann nur in einer geraden Haltung entspannen.
  • Die Halswirbelsäule muss in ihrer natürlichen Stellung (S-Form) abgestützt werden. Deswegen muss die Matratze in diesem Bereich auch etwas fester sein.
  • Der Schulterbereich der Matratze ist für Rückenschläfer besonders wichtig. Diese Zone muss sehr weich sein, damit die Schulter und die Schulterblätter gut in die Matratze einsinken können. Dadurch wird die Muskulatur entlastet und ein einschlafen der Arme wird zuverlässig verhindert. Normalerweise ist die Schulterzone die weichste Zone der ganzen Matratze.
  • Im Bereich des Beckens muss die Matratze den Körper des Rückenschläfers etwas einsinken lassen. Gleichzeitig muss die Matratze den Körper im Bereich der Brust optimal stützen. Durch diese Kombination lässt sich in der Rückenlage das unerwünschte Hohlkreuz zuverlässig verhindern. Wird der Körper des Rückenschläfers im Bereich der Lendenwirbelsäule gestützt und hängt das Becken gleichzeitig nicht durch, dann kann die Wirbelsäule beim Schlafen entlasten und entspannen.

Matratzentypen für Rückenschläfer

Kaltschaummatratzen besitzen die optimalen Eigenschaften für den Rückenschläfer. Sie besitzen einen variablen Härtegrad, zeichnen sich durch eine hohe Punktelastizität aus und passen sich individuell an den Körper an. Im Handel sind diese Matratzen in einem mittelweichen bis mittelfesten Härtegrad erhältlich. Der Kaltschaum gibt genau an der Stelle nach, an der das Material belastet wird. Er ist in der Regel sehr langlebig und es können keine Liegekuhlen auftreten. Der Kern der Kaltschaummatratze besteht aus einem aufgeschäumten Kunststoff. Dank einer offenporigen Struktur ist der Schaum atmungsaktiv und feuchtigkeitsdurchlässig. Zudem besitzt das Material sehr gute hygienische Eigenschaften. Aus diesen Gründen eignen sich Kaltschaummatratzen auch für Rückenschläfer mit Allergien. Aufgrund der Wärmeisolation sind die Matratzen aber weniger geeignet für stark schwitzende Schläfer. Eine Kaltschaummatratze mit 7 Liegezonen ist für Rückenschläfer am besten geeignet. Sie passen sich hervorragend an die individuelle Körperform an und stützen den Körper des Rückenschläfers im Lendenwirbelsäulen- und im Nackenbereich. Dadurch bleibt die natürliche Form der Wirbelsäule zuverlässig erhalten.

Herkömmliche Latexmatratzen werden aus synthetischem Latex hergestellt und sind für Rückenschläfer nicht gut geeignet. Auf den Matratzen liegen die Rückenschläfer sehr leicht und sinken recht tief ein. Die notwendige Unterstützung im Bereich der Brust und Lendenwirbel, die für einen Rückenschläfer essenziell wichtig ist, ist bei synthetischen Latexmatratzen weniger gegeben. Soll es unbedingt eine Latexmatratze sein, dann sollte diese auf jeden Fall aus hochwertigem Naturkautschuk bestehen. Das zu 100 Prozent natürliche Material zeichnet sich durch eine sehr hohe Punktelastizität und eine hohe Flexibilität aus. Es passt sich optimal an den Körper des Rückenschläfers an, ist sehr atmungsaktiv und temperaturneutral. Naturlatexmatratzen besitzen eine hohe Formstabilität und ein hervorragendes Rückstellungsverhalten. Kuhlen und Mulden können nicht entstehen. Auch für Allergiker sowie stark schwitzende Rückenschläfer sind Naturlatexmatratzen eine gute Lösung. In dem Material können sich keine Hausstaubmilben einnisten und es zeichnet sich durch eine schweißabweisende Beschaffenheit aus. Den höchstmöglichen Komfort für Rückenschläfer bieten Naturlatexmatratze mit mehreren Liegezonen. Diese sorgen dafür, dass der Körper an den wichtigen Stellen gestützt und an den nötigen Bereichen in die Matratze einsinken kann.

Klassische Federkernmatratzen sind ebenfalls nicht optimal für Menschen, die auf dem Rücken liegen. In den für den Rückenschläfer wichtigen Belastungsbereichen geben die Federkernmatratzen nicht gut nach. Muss es unbedingt eine Federkernmatratze sein, dann sollten Rückenschläfer sich für eine moderne Taschenfederkernmatratze entscheiden. Diese zeichnet sich durch eine sehr gute Punktelastizität aus und ermöglicht eine optimale Körperanpassung. Jede Feder ist in ein Stoffsäckchen eingenäht und besitzt somit punktelastische Eigenschaften. Nur die Federn, die belastet werden, geben nach, während die anderen Federn den Körper weiter stützen. Dies ermöglicht einen gesunden und rückenschonenden Schlaf. Die Tonnentaschenfederkernmatratze ist eine weitere Alternative für Rückenschläfer. Sie besitzt eine gute Punktelastizität und passt sich an die individuellen Körperkonturen an. Sowohl Taschenfederkernmatratzen als auch Tonnentaschenfederkernmatratzen zeichnen sich durch eine gute Feuchtigkeitsregulierung ab und eignen sich für Rückenschläfer, die in der Nacht stark schwitzen. Da der Matratzenkern aus Kaltschaum besteht, können auch Hausstauballergiker bedenkenlos zugreifen. Nach Möglichkeit sollten Rückenschläfer eine Taschenfederkern- oder Tonnentaschenfederkernmatratze mit mehreren Körperzonen wählen. Diese qualitativ hochwertigen Modelle sorgen für die nötige Stützung und geben an den wichtigen Stellen nach.

Viscoelastische Matratzen bestehen aus einem speziellen Schaumstoff (Memory Foam) und sind für Rückenschläfer ebenfalls eine sehr gute Wahl. Der Schaum passt sich im Hinblick auf die Temperatur und das Körpergewicht an die Konturen des Liegenden individuell an. Beim Einsinken des menschlichen Körpers erzeugen die Matratzen keinen Gegendruck und sorgen dadurch für eine sehr gute Druckentlastung. Das Gewicht des Rückenschläfer as kann sich somit vollkommen gleichmäßig über die Matratze verteilen. Dies ermöglicht den Bandscheiben und den Wirbelkörpern eine optimale Regeneration und Erholung. Viscoelastische Matratzen zeichnen sich durch eine sehr gute Punktelastizität aus und dank ihrer hohen Anschmiegsamkeit entsteht ein exakter Körperabdruck. Zudem verfügt das Material über antiallergische Eigenschaften und kann auch von Rückenschläfern mit einer Hausstauballergie verwendet werden. Den höchsten Komfort und die besten ergonomischen Eigenschaften bietet eine Visco-Matratze mit 7 Liegezonen. Dank der verschiedenen Körperzonen bleibt die Wirbelsäule der Rückenschläfer in einer anatomisch gesunden Haltung. Für Menschen, die auf dem Rücken schlafen und stark schwitzen, sind Viscoelastische Matratzen nicht optimal.

Härtegrad für Rückenschläfer

Der Härtegrad einer Matratze muss zum einen zum Körpergewicht und zum anderen auch zu den Vorlieben des Liegenden passen. Menschen, die auf dem Rücken schlafen, bevorzugen in der Regel einen variablen Härtegrad mit einer nicht ganz so festen Oberfläche. Haben Rückenschläfer aufgrund ihres Gewichts die Wahl zwischen 2 Härtegraden, dann sollten sie am besten den weichen Grad wählen. Besitzt die Matratze einen zu hohen Härtegrad, dann wird die Wirbelsäule geknickt und dies führt zu Rückenschmerzen. Ist der Härtegrad einer Matratze zu weich, so können ebenfalls Rückenschmerzen entstehen. Auf einer Matratze mit einem variablen Härtegrad bleibt die Wirbelsäule in einer entspannten und geraden Position und die Rückenschläfer können schmerzfrei schlafen.

Lattenrost + Einstellung für Rückenschläfer

Rückenschläfer benötigen zusätzlich zur gewählten Matratze unbedingt auch einen passenden Lattenrost. Die einfachen Lattenroste sind in der Regel eher weniger gut geeignet. Rückenschläfer sollten darauf achten, dass der gewählte Lattenrost auf jeden Fall eine Gesäßunterstützung besitzt. Zusätzlich sollte der Rost aus überwölbten Federleisten bestehen und mit einer Mittelzonenverstärkung versehen sein. Diese zusätzliche Verstärkung besteht aus 6 weiteren Leisten, die sich unter den normalen Leisten befinden. Dank der Mittelzonenverstärkung können der Lordosen- und Lendenwirbelbereich individuell eingestellt und verstärkt werden. Mit einem solchen Lattenrost wird ein Durchhängen des Rückens verhindert und somit lassen sich Rückenschmerzen vermeiden. Ist ein passender verstellbarer Lattenrost mit den optimalen Eigenschaften gefunden, dann muss dieser natürlich auch noch richtig eingestellt werden. In der Basiseinstellung, die für jeden Rückenschläfer optimal geeignet ist, bilden die einzelnen verstellt Schieber ein V und dessen Spitze muss zum Fußende zeigen. Auf der Spitze des Vs ist der Lattenrost am weichsten. Genau auf diesem Bereich sollte das Becken abgelegt werden, denn an dieser Stelle wirkt der größte Druck auf den menschlichen Körper. Je höher das Gewicht des Rückenschläfers, desto weiter sollte er die verstellte Schieber in der V Form nach außen schieben. Mit zusätzlichem Gewicht wird das V somit immer weiter verzerrt.

Kissen für Rückenschläfer

Zusätzlich zu einer Matratze und einem Lattenrost benötigen Rückenschläfer natürlich auch noch ein passendes Kopfkissen. Diese muss nicht nur zur Schlafpositionen, sondern auch zu der gewählten Matratze passen. Bei der Wahl eines geeigneten Kopfkissens haben es Rückenschläfer um einiges einfacher als Seiten- und Bauchschläfer. Menschen, die die Rückenlage bevorzugen, liegen meistens nur auf dem Rücken und „knuddeln“ nicht mit ihrem Kissen. Generell sollten Rückenschläfer ihren Kopf auf keinen Fall so hoch betten wie die Seitenschläfer. Das Kopfkissen muss den Kopf in der Rückenlage auf jeden Fall in einer orthopädisch korrekten Position stützen. Der Kopf muss beim Liegen die gleiche Haltung haben wie beim Stehen. Auf diese Art lassen sich Rückenprobleme vermeiden. Während der Hinterkopf des Rückenschläfer as weich auf dem Kissen aufliegen sollte, sollte der Nacken eher auf einer festeren Unterlage aufliegen. Sollen sowohl der Kopf als auch der Nacken auf dem Kissen liegen, dann bietet sich ein großes quadratisches Kopfkissen an. Rückenschläfer haben die Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Füllungen. Geeignete Kopfkissen sind unter anderem mit Daunen, Feder, Viscoschaumstoff, mit gewebtem Vlies oder mit Wasser gefüllt. Weiche Hirse- und Naturfaserkissen sind ebenfalls eine gute Wahl.

Ein modernes Nackenstützkissen ist für Rückenschläfer ideal und stützt den Kopf in Rückenlage orthopädisch korrekt. Am besten sollte sich die Höhe des Kissens mit einer herausnehmbaren Polsterplatte verringern lassen. Kissen mit Viscoschaumstoff als Füllung passen sich sehr gut an die Körperform an und sind weder zu weich noch zu hart. Federn und Daunen sind äußerst elastisch und begeben sich sehr schnell wieder in ihre ursprüngliche Form. Da die Daunen mehr Luft einschließen können als die Federn, sollte bei Mischverhältnis darauf geachtet werden, dass mehr Daunen verwendet werden. Vlies ist ebenfalls sehr elastisch und als Füllung für Rückenschläfer geeignet. Moderne Kopfkissen mit einem Wasserkern schützen die Halswirbelsäule und helfen bei einem ruhigen und erholsamen Schlaf. Die Flüssigkeit kann sich individuell an jede Körperform anpassen. Für Rückenschläfer mit chronischen Nackenschmerzen sind die Wasserkissen am besten geeignet.