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baby-im-bettBabymatratze Test 2017

Sie erwarten ein Kind? Glückwunsch. Dann haben Sie bald richtig Leben im Haus – und jede Menge “Probleme”, die mit einem Baby einhergehen. Was benötige ich für das Baby? Welches Bett ist das beste und gesündeste und vor allem: Welche Babymatratze ist so gesund, dass das Kind nicht mit Schadstoffen belastet wird und keinen plötzlichen Kindstod stirbt? Die Zahlen sind zwar dank guter Aufklärung inzwischen um 80 % zurückgegangen. Trotzdem bleiben noch 20 % übrig.

Allein mit einer guten Babymatratze können Sie das Risiko eines plötzlichen Kindstodes reduzieren. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten und welche Babymatratze die richtige für Ihr Kind ist.

Worauf beim Babymatratzen Kauf achten?

  • neue Matratzen kaufen

Babymatratzen sollten grundsätzlich neu erworben werden. Durch das Spucken und Urinieren des Vorbesitzers können sich im Laufe der Zeit Pilzsporen und Keime bilden, die dann mit der Atemluft in den Körper des Säuglings geraten. Dadurch kann es zum plötzlichen Kindstod kommen. Um diesen Risikofaktor aus der Welt zu schaffen, sollten daher immer neue Matratzen für das Baby gekauft werden.

  • feste und, luftdurchlässige Matratze

Wissenschaftliche Studien haben inzwischen bewiesen, dass Babys am sichersten schlafen, wenn sie auf einer festen, aber luftdurchlässigen Matratze liegen. Auf diese Weise sinkt ihr Körper nicht zu tief in die Matratze ein, die Wirbelsäule bleibt in ihrer natürlichen Form und die Atemwege des Kindes bleiben frei.

Zusätzliche Luftkanäle sorgen für eine gute Belüftung der Matratze. Auf diese Weise wird beim Schlafen entstehende Feuchtigkeit abgeleitet und eine Pilzbildung vermieden.

  • kühle Matratze

Überhitzung des Säuglings gehört zu den Hauptursachen für den plötzlichen Kindstod. Daher ist es wichtig, Babymatratzen zu wählen, die Wärme nicht übermäßig isolieren. Luftkanäle in der Matratze verhindern einen Wärmestau und damit auch eine Überhitzung des Babys.

  • Bezug aus Naturfasern (hautverträglich und atmungsaktiv)

Gesunde Babymatratzen besitzen einen Bezug aus Naturfasern. Auf diese Weise werden eine hohe Atmungsaktivität und eine gute Hautverträglichkeit gewährleistet. Auch eventuelle Allergien werden so vermieden.

  • Feuchtigkeitsschutz

Babymatratzen werden ab und an feucht – sei es durch eine durchnässte Windel, Spucken oder durch das Schwitzen des Babys beim Schlafen. Eine Babymatratze mit Feuchtigkeitsschutz verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit in die Matratze und damit auch die gesundheitsgefährdende Bildung von Keimen und Pilzsporen. Alternativ hilft auch eine feuchtigkeitsabweisende Auflage.

  • antiallergene Babymatratze

Antiallergene Bezüge verhindern die Belastung des Säuglings mit Allergenen. Gerade bei einer Vorbelastung mit Allergien kann eine Babymatratze für Allergiker sehr hilfreich sein, um allergische Anfälle zu vermeiden.

  • abnehmbarer Bezug

Abnehmbare Bezüge sind gerade bei Babymatratzen unabdingbar. Säuglinge spucken ab und an, haben durchnässte Windeln oder schwitzen. Das hinterlässt auch Spuren auf der Babymatratze. Um Schimmel oder Verschmutzungen zu vermeiden, sollte der Matratzenbezug waschbar sein. Ideal ist ein Bezug, der bei 60 °C mit der Waschmaschine gewaschen werden kann.

  • Babymatratze mit unterschiedlichen Liegehärten (Säugling, Kleinkind)

Ganz neu sind Babymatratzen mit unterschiedlichen Liegehärten. Während die eine Seite (Babyseite) härter ist, ist die andere Seite (Kleinkind) weicher gestaltet. So werden alle Bedürfnisse des Kindes entsprechend seines Alters berücksichtigt und die Sicherheit erhöht.

Warum gibt es für Babys spezielle Matratzen?

Babys sind empfindsame Wesen mit einen noch nicht ausgereiften Immunsystem und weichen Knochen. Eine falsche Babymatratze kann daher fatale Auswirkungen auf die Gesundheit und die Entwicklung des Babys haben. Die Wirbelsäule kann geschädigt und das Immunsystem durch Schadstoffe belastet werden.

Neueste Studien haben außerdem bewiesen, dass Babymatratzen eine Ursache für den plötzlichen Kindstod oder der Entwicklung von Allergien sein können. Pilzsporen durch Feuchtigkeit, zu weiche Matratzen oder eine Belastung durch Schadstoffe können das Risiko des plötzlichen Kindstods drastisch erhöhen. Hersteller von Matratzen haben sich an diesen Ergebnissen orientiert und ihre Babymatratzen dementsprechend produziert.

Wie pflegt man Babymatratzen richtig?

Babymatratzen sollten einen waschbaren und vor allem abnehmbaren Bezug haben. Dieser sollte regelmäßig gründlich gereinigt werden – entweder nach Bedarf oder in regelmäßigen Intervallen von ein bis zwei Wochen. Auf diese Weise wird die Bildung von Schimmel durch Feuchtigkeit und die Entstehung von Keimen verhindert.

Eine gute antiallergene Babymatratze mit gesunder Bettwäsche nützt nichts, wenn der Bezug mit aggressiven Waschmitteln gewaschen wird. Um eine zusätzliche Belastung des Säuglings durch Schadstoffe durch Waschen zu vermeiden, sollten zur Reinigung des Matratzenbezugs nur sensitive, biologische Waschmittel verwendet werden.

Ein regelmäßiges Staubsaugen entfernt außerdem alle Staub- und Schmutzpartikel. Die Belastung durch Allergene aus der Raumluft sinkt um ein Vielfaches.

Inwiefern schützt eine gute Babymatratze vor dem plötzlichen Kindstod?

Wissenschaftliche Studien über den plötzlichen Kindstod haben ergeben, dass gerade die Schlafbedingungen des Säuglings eine große Rolle spielen. So kann eine zu weiche Matratze das Kind beim Atmen behindern und das Risiko des plötzlichen Kindstods erhöhen.

Auch die Luft- und Wärmedurchlässigkeit ist ein grundlegender Faktor. Eine luftundurchlässige und wärmeisolierende Matratze kann zu einem Wärmestau und damit Überhitzung des Säuglings führen. Überhitzung ist ebenfalls ein enormer Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.

Ebenfalls riskant sind Babymatratzen, deren Bezüge nicht gewaschen werden können. Hier kann es zur Bildung von Schimmelsporen und Keimen kommen, die den plötzlichen Kindstod verursachen können.

Stiftung Warentest über Babymatratzen

Auch Stiftung Warentest hat sich dem Thema “Babymatratzen” gewidmet. In diesem Test testete die Stiftung 12 Kindermatratzen auf deren Schlafklima, ihre Reaktion auf Feuchtigkeit und Wärme, deren Haltbarkeit, Schadstoffbelastung und den verfügbaren Größen und kürte danach den Testsieger.

Für diesen Test fuhr zur Prüfung der Haltbarkeit eine 40 kg schwere Walze 30.000 Mal über jede Matratze. Das entspricht in etwa einer Nutzungsdauer von fünf Jahren. Die meisten Kindermatratzen überstanden diesen Test ohne Probleme.

Weniger gut schnitten acht Kindermatratzen beim Test auf ihre Reaktion bei Wärme und Feuchtigkeit ab. Sie verloren unter dem Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit an Höhe und Härte.

Sehr gut waren hingegen die Ergebnisse des Tests auf die Schadstoffbelastung. Alle getesteten Kindermatratzen besaßen zwar nach dem Auspacken einen intensiven bis unangenehmen Geruch. Dieser verflüchtigte sich aber binnen kurzer Zeit. Ein Test auf die Schadstoffbelastung der Babymatratzen zeigte, dass sich alle Werte unter den zulässigen Grenzwerten befanden.

Die Liegehärten reichten von mittel bis hart. Dabei überzeugten die meisten Modelle mit sehr guten Liegeeigenschaften. Alle Babymatratzen stützen den Körper sicher ab, ohne ihn zu sehr oder zu wenig einsinken zu lassen. Ebenfalls positiv war das Schlafklima. Keine der Babymatratzen ließen das Baby auskühlen oder schwitzen.

Immerhin vier Babymatratzen schnitten bei allen Tests gut ab. Auch alle anderen Babymatratzen wiesen gute Testergebnisse auf.

  • Prolana Kindermatratze Lara Plus

prolana-lara-plusIm Test von Stiftung Warentest schnitt die Prolana Kindermatratze Lara Plus mit der Note 2,1 besonders gut ab (Test 03/2014). Bemängelt wurde lediglich das hohe Gewicht der Babymatratze.

Sie besitzt eine sehr harte Unterseite aus Kokos für Kleinkinder und eine harte Latexoberseite für Baby. Im Bereich der Liegeeigenschaften wies die Prolana Kindermatratze Lara Plus allerbeste Eigenschaften auf. Auch in der Haltbarkeit bewies die Babymatratze eine sehr gute Leistung.

Mit einer Höhe von 7,5 cm ist die Prolana Kindermatratze Lara Plus sehr dünn und trägt in Kinderbetten nicht auf. Durch den Bio-Baumwollbezug eignet sich die Prolana Kindermatratze Lara Plus sehr gut für Allergiker. Zusätzlichen Komfort bietet der dreiseitige Reißverschluss, durch den der Bezug abnehmbar und mit der Maschinenwäsche waschbar ist.
Zum Test der Matratze

  • Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium

Die “Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium” schnitt bei Stiftung Warentest immerhin mit der Note 2,3 ab (Test 03/2014). Von allen getesteten Babymatratzen war die “Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium” mit einer Höhe von 12,5 cm die dickste Matratze.

Die Kaltschaummatratze wies eine gute Haltbarkeit und sehr gute Liegeeigenschaften auf. Auch diese Babymatratze besitzt einen Bezug mit einem umlaufenden Reißverschluss und kann mit der Maschinenwäsche gewaschen werden. Die “Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Premium” Babymatratze besitzt eine mittelharte Oberseite, die mit Noppen ausgestattet ist (für Babys) und eine harte Unterseite für Kleinkinder.

  • Prolana Babymatratze Kati Plus

Mit der Gesamtnote 2,1  (Ausgabe 04/2012) wies die Babymatratze “Prolana Babymatratze Kati Plus” ein gutes Gesamtergebnis auf. Bemängelt wurde lediglich das hohe Gewicht der Babymatratze. Alle anderen geprüften Eigenschaften wie Haltbarkeit, Höhe (7,5 cm) und Liegeeigenschaften wurden mit sehr gut bewertet. Die Babymatratze besitzt eine sehr harte Unterseite aus Kokos für Kleinkinder und eine harte Oberseite aus Latex für Baby.

Der Biobaumwollbezug überzeugte im Bereich Gesundheit und Umwelt. Durch die natürliche Beschaffenheit des Materials und der Waschbarkeit des Bezugs eignet sich die “Prolana Babymatratze Kati Plus” auch für Allergiker.

Größe und Kosten von Babymatratzen

Die Stan­dard­größe für eine Babymatratze ist 70 x 140 cm, diese Größe wird auch am häufigsten gewählt. Sie passt in praktisch jedes handels­übliche Gitterbett­chen. Vorsicht ist bei der Vyssa Skönt Babymatratze von Ikea geboten, die 70 x 160 cm groß ist und nur in das dazu passende Bettchen von Ikea passt. Hier betreiben die Schweden ganz klaren Nepp. Ansonsten muss eine Babymatratze keine Unsummen kosten. Die von uns vorgestellten Testsieger im Babymatratzen Test 2015 bewegen sich in Preiskategorien (je nach Größe) zwischen knapp 40 bis 160 Euro.


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